Projekt „Zukunft ohne Krieg“

Ein globales Unternehmen, die Erde von Gewalt und Krieg zu befreien.

Tamera-Manifest für eine neue Generation auf dem Planeten Erde

Ein Abschnitt aus diesem Text von Tamera-Gründer Dieter Duhm:

(download ganzer Text als pdf: hier)

„Die Erde ist heilbar. Es gibt eine Welt, welche unsere Wunden heilt. Dies ist die Welt des ungefälschten Lebens. Und es gibt eine Welt, welche die Wunden verursacht: Es ist die Welt des Menschen. Diese beiden Welten müssen zusammenkommen, um künftiges Leiden zu verhindern. Die Welt des Menschen muß wieder eingebettet werden in die grundlegenden Ordnungen des universellen Lebens. Zu heilen sind zunächst die vier Grundlagen des Lebens: Energie, Wasser, Nahrung und – die Liebe. Diese vier Lebensquellen müssen befreit werden von den Dunkelmächten, die sie zerstört haben (Energiekonzerne, Diktaturen, Kirchen etc.). Dies ist kein privater und kein lokaler Kampf, sondern ein globaler. Es ist ein Kampf zwischen den globalen Kräften des Lebens und den globalen Kräften der Zerstörung. Wenn das Leben siegt, wird es keine Verlierer geben.“

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Mai 1, 2011 Posted by | Basic, Friedensbewegung, Jugend, Politik | , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

DIE MACHT DER KONKRETEN UTOPIE

Aus: Dieter Duhm, Die Heilige Matrix

Wenn wir den Krieg überwinden wollen, brauchen wir eine konkrete Vision für den Frieden. Wenn wir das globale Kraftfeld der Gewalt überwinden wollen, brauchen wir eine konkrete Vision für ein globales Kraftfeld des Friedens. Wir haben in der Studentenrevolte der Sechziger Jahre gesehen, wie leicht Menschen in der Lage sind, gemeinsam gegen etwas zu kämpfen, und wie schwer es ihnen fällt, auch gemeinsam zu leben. Wir konnten das Problem einer Polizeikette lösen, aber nicht das Problem des Geschirrspülens in unseren Wohngemeinschaften, nicht das Problem der Hierarchie in unseren Gruppen und schon gar nicht das Problem der Sexualität. Außer einigen Parolen vom herrschaftsfreien Leben gab es noch keine positive Vision, keine konkrete Utopie für eine neue Lebensweise. Die bisherigen Befreiungskämpfe waren meistens Kämpfe gegen bestehendes Unrecht und noch nicht ein Kampf für die Verwirklichung einer klar gesehenen und realistischen Vision von Frieden und Gerechtigkeit.

Die Aufgabe von TAMERA*) ist die profunde Entwicklung einer konkreten Utopie für eine neue Form menschlicher Kultur und Gesellschaft und für eine neue Verbindung unseres Lebens mit den Wesen der Natur und den Kräften der Schöpfung. Eine solche konkrete Utopie enthält ein relativ präzises Bild und eine komplexe Gesamtinformation für eine reale Friedenskultur. Utopie unterscheidet sich von Illusion dann, wenn sie mit dem inneren Bauplan und den Möglichkeiten der Realität, also des Universums, übereinstimmt. Alle Wesen haben eine konkrete Utopie (als sogenannte ”Entelechie” und innere Zielgestalt) in sich, die ihre Entwicklung steuert. Die Macht der konkreten Utopie ist gewaltig, sie macht aus dem Samenkorn einen ausgewachsenen Baum, aus der Raupe einen Schmetterling, aus dem Embryo einen erwachsenen Menschen. Die Einzelwesen besitzen diese Macht nicht aus eigener Kraft, sondern aus ihrer Verbindung mit dem Ganzen. Die konkrete Utopie ist die Matrix oder die Blaupause, durch welche die Macht des Ganzen in das Wesen einströmt und es zur Verwirklichung bringt. Würde die Raupe aus eigenem Entschluß ein Schmetterling werden wollen, so stünde sie vor einer unlösbaren Aufgabe. Die konkrete Utopie ist derjenige Machtfaktor im Leben, der alle Wesen über ihre momentane Begrenzung hinausführt.

Das Wirken der konkreten Utopie folgt einem Kraftprinzip, welches allen mechanischen Prinzipien weit überlegen ist. Ein winziger Graskeimling kann eine fünf Zentimeter dicke Asphaltdecke durchstoßen. Er kann dies wiederum nicht aus eigener Kraft, sondern durch die Verbindung mit dem Ganzen, welche ihm durch seine innere Blaupause mitgegeben ist. Der Machtkampf zwischen dem Graskeimling und der Asphaltdecke wird somit auf einer gänzlich anderen Ebene entschieden. Auf analogem Wege könnten sich die Friedenskräfte gegen die äußerliche Übermacht der Zerstörungskräfte durchsetzen.

Es besteht kein Zweifel, daß eine fundamentale Wendung zu einer Zukunft ohne Gewalt möglich ist, wenn es uns gelingt, für uns und unsere gesellschaftliche Entwicklung die richtige konkrete Utopie zu finden. Wir hätten damit die Matrix oder Blaupause gefunden, durch welche die gesamte Macht der Schöpfung in unsere Arbeit einströmen könnte. Es ist die einzige Macht, die stärker ist als der Krieg. Und genau dies ist der zentrale Gedanke von TAMERA: die konkrete Utopie zu entwickeln, die in der entelechialen Entwicklung der Geschichte heute ansteht, und mit der Kraft dieser Friedensutopie einzuwirken in die Entscheidungskämpfe unserer Zeit.

Der innere ”Traum” der Menschheit ist die überall noch uneingelöste, aber dennoch reale Vision einer globalen, solidarischen, zusammengehörenden Menschen- und Völkergemeinschaft, verbunden in gemeinsamer Fürsorge und Liebe für alles Leben auf der Erde. Was bedeutet dieser Traum konkret für Ernährung und Produktion, für das Zusammenleben der Geschlechter, für die politische Organisation der neuen Gemeinschaften, für die weltweite Kommunikation, für die Zusammenarbeit mit den Wesen der Natur und den Kräften der Schöpfung? Was bedeutet er für unser Zusammenleben mit Wildtieren, mit Haustieren, mit Schnecken im Garten? Was bedeutet er konkret in Bezug auf unseren Alltag, unsere Art zu essen, zu arbeiten, zu lieben, zu beten? Mit welcher Art von Kraftsammlung und von spiritueller Lebenspraxis sind wir in der Lage, die in uns und in der Geschichte angelegte konkrete Utopie zu sehen und zu verwirklichen? Wir stehen mit diesen Fragen unmittelbar vor dem archimedischen Punkt, an dem sich so vieles entscheidet. Es gibt keinen Grund mehr, in den Korsetts des alten Lebens steckenzubleiben.

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*) TAMERA steht hier nicht nur für einen speziellen Ort, sondern für eine politische Idee, die überall verwirklicht werden kann.

April 1, 2011 Posted by | Basic, Friedensbewegung, Politik | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Warum wenige Gruppen die Welt verändern können

Die Planetarische Theorie von Dieter Duhm beschreibt, warum und wie nur wenige Gruppen die Welt verändern könnten. 30 Jahre Arbeit in Theorie und Praxis stecken in dieser Theorie.
Dieter Duhm: „Im Begriff der „Theorie“ ist ein wissenschaftliches System mit einer „Gottesschau“ (theos) verbunden. Theorie in diesem Sinn ist nicht nur ein Gebäude abstrakter Sätze, sondern eine geistige Schau, welche den Leib verändert. Wirkliche Erkenntnisse setzen eine Energiebewegung frei, welche den Leib ergreift und verändert.“
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August 17, 2010 Posted by | Basic, Friedensbewegung, Jugend, Mann/Frau, Politik, Wissenschaft | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nach 2012

Nach einer langen Pause möchte ich die Arbeit am Blog wieder aufnehmen. Er ist nun eingebunden in die  Online-Ausbildung der „Schule der Zukunft“, die vor zwei Monaten ins Leben gerufen wurde. Ich zitiere aus dem ersten Studientext „Nach 2012“ von Dieter Duhm:

„Wir befinden uns in einer gewaltigen kosmischen Transformation. Der große Friede, von dem so lange vergeblich geträumt wurde, könnte bald in Erfüllung gehen, wenn die Menschheit sich auf ihre Quellen besinnt und ihre Kultur auf neue Fundamente stellt. Dieser Vorgang ist bereits im Gang. Ein ständig wachsender Teil der Menschheit merkt, daß die bisherigen Grundlagen der irdischen Zivilisation nicht mehr haltbar sind. Die Selbstzerstörung der Menschheit könnte ohne eine Veränderung der Gesamtrichtung der menschlichen Evolution nicht mehr abgewendet werden. Dafür brauchen wir kein besonderes Datum.“

Wenn es um 2012 geht, ist es gut, diese letzten Gedanken zu wiederholen. Wir brauchen kein Datum für den Weltuntergang, wir brauchen die Entscheidung und den Willen, eine Veränderung der Gesamtrichtung herbeizuführen. Und dafür ist es noch nicht zu spät. Wir können lernen, wie es geht.

Juli 15, 2010 Posted by | Basic, Friedensbewegung, Jugend, Politik, Uncategorized | , , , , | 1 Kommentar

Pazifismus ist die Versöhnung des Menschen mit sich selbst

Heute am 50. Jahrestag des Aufstandes in Tibet möchte ich einige Gedanken von Dieter Duhm zitieren zum Thema Gewaltfreiheit und Pazifismus. Sie sind die tiefsten, die ich bisher zu diesem Thema finden konnte. Ich widme sie denen, die in der Geschichte der Besatzung Tibets ihr Leben lassen mußten und denen, die überlebt haben und unbeirrt weiter den Weg der Gewaltfreiheit gehen.
„Gewalt ist die Eruption blockierter Lebensenergien. Pazifismus ist nicht die sanfte Beschwichtigung der Gewalt und nicht die Beilegung von Konflikten durch Appelle zum Frieden. Wirklicher Pazifismus ist der radikale und intelligente Selbsteinsatz des Menschen für die Befreiung aller in ihm liegenden Lebensenergien und Schöpferkräfte. Pazifismus ist der fundamentale Kampf gegen jede Art von Unterdrückung der menschlichen Sehnsucht. Pazifismus ist kompromißlose Parteinahme fürs Lebendige. Pazifismus ist Militanz, nicht unbedingt politische Militanz, aber Militanz in der Erringung innerer Wahrhaftigkeit und Freiheit, denn Pazifismus ist die Versöhnung des Menschen mit sich selbst.“ (Aus: Dieter Duhm, Aufbruch zur neuen Kultur)

März 10, 2009 Posted by | Uncategorized | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

In Nahost entscheidet sich mehr als die Zukunft zweier Völker.

von Dieter Duhm

In Nahost entscheidet sich mehr als die Zukunft zweier Völker. Wenn hier Friede gelingt, dann wird etwas Neues für die Menschheit gelungen sein. Denn in diesem Krieg offenbart sich ein Konfliktpotential der ganzen Menschheit. Ein Friede in Nahost hätte deshalb nicht nur regionale, sondern planetarische Bedeutung.

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Februar 28, 2009 Posted by | Basic, Politik | , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gaza: Es gibt nur noch eine Grenze…

Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Mail von einer Friedensaktivistin aus Israel zur Situation in Gaza, in der stand: „… sie haben Kinder gefunden, die in ihren Häusern kauerten, wahrscheinlich schon tagelang, neben den Körpern ihrer getöteten Eltern. Die Ambulanz war nicht zu ihnen durchgelassen worden, trotz der strengen internationalen Gesetze für einen freie medizinsche Versorgung.“

Ich bitte alle LeserInnen einen Moment innezuhalten, damit die Information auch das Herz erreichen kann.

Weiß man, was ein Kind ist? Bei Nacht? Neben der Leiche seiner Mutter?

Etwas in mir wird sehr ruhig. Ich will keine Petitionen mehr unterschreiben, nicht mehr meditieren und für den Frieden beten. Ich habe nur noch den großen Wunsch zu verstehen. Was heute in Gaza geschieht, geschah gestern in Ruanda, im Kosovo, in Vietnam und kann morgen auch hier in meiner unmittelbaren Nachbarschaft geschehen.

Ich weiß, das Unrecht wird koordiniert und angeordnet im Namen von Regierungen und Militär, von Banken und Konzernen, von Geheimdiensten und Waffenindustrien, aber sie alle könnten nichts ausrichten, wenn es nicht genügend Menschen gäbe, die latent gewaltbereit sind, jederzeit dafür zu gewinnen, die Kriegspläne auch auszufüren.

So bleibt die Frage: Wer ist der Mensch?

Ich möchte dazu einige Sätze zitieren von Dieter Duhm:

„Ich bin der Einsiedler, der aus seiner Höhle kriecht in dem bedächtigen Entschluß, die Welt, in der er von nun an leben möchte, mit unparteilichem Interesse so zu sehen, wie sie wirklich ist. Nichts ist ungeheuerlicher, schauriger, widersprüchlicher und unbegreiflicher als der Mensch, wenn wir aufhören, ihn zu früh zu erklären und unserem embryonalen Begriffsvermögen anzupassen. Es geht nur um das Sehen, nicht um Deutungen und Beurteilungen. Machen wir einen Längsschnitt durch die bisherige Geschichte oder einen Querschnitt durch alles, was jetzt, in diesem Augenblick, auf unserem Planeten unter Menschen (auch zwischen Menschen und Tieren) geschieht, so gibt es für das Sehvermögen des naiven Auges vielleicht nur eine einzige Grenze: die Grenze des Entsetzens.

Der Mensch: das ist das Wesen, das Pyramiden gebaut hat, Städte bis auf das letzte Kind und die letzte Katze ausgelöscht hat, Choräle gesungen und Kathedralen errichtet hat, Andersgläubige auf glühendem Rost gebraten und Andersrassige in Seife verwandelt hat; das Wesen, das aus Liebe gehaßt und aus Frömmigkeit gemordet hat, das Nächstenliebe gepredigt und Napalm produziert hat, das den Frieden liebt und jetzt seinen nuklearen Untergang vorbereitet.

Das Unfaßliche verlangt gebieterisch eine Antwort. Aber hüten wir uns, sie zu schnell zu geben.“

Januar 17, 2009 Posted by | Uncategorized | , , , | Hinterlasse einen Kommentar