Projekt “Zukunft ohne Krieg”

Ein globales Unternehmen, die Erde von Gewalt und Krieg zu befreien.

Nach 2012

Nach einer langen Pause möchte ich die Arbeit am Blog wieder aufnehmen. Er ist nun eingebunden in die  Online-Ausbildung der “Schule der Zukunft”, die vor zwei Monaten ins Leben gerufen wurde. Ich zitiere aus dem ersten Studientext “Nach 2012″ von Dieter Duhm:

“Wir befinden uns in einer gewaltigen kosmischen Transformation. Der große Friede, von dem so lange vergeblich geträumt wurde, könnte bald in Erfüllung gehen, wenn die Menschheit sich auf ihre Quellen besinnt und ihre Kultur auf neue Fundamente stellt. Dieser Vorgang ist bereits im Gang. Ein ständig wachsender Teil der Menschheit merkt, daß die bisherigen Grundlagen der irdischen Zivilisation nicht mehr haltbar sind. Die Selbstzerstörung der Menschheit könnte ohne eine Veränderung der Gesamtrichtung der menschlichen Evolution nicht mehr abgewendet werden. Dafür brauchen wir kein besonderes Datum.”

Wenn es um 2012 geht, ist es gut, diese letzten Gedanken zu wiederholen. Wir brauchen kein Datum für den Weltuntergang, wir brauchen die Entscheidung und den Willen, eine Veränderung der Gesamtrichtung herbeizuführen. Und dafür ist es noch nicht zu spät. Wir können lernen, wie es geht.

Juli 15, 2010 Geschrieben von | Basic, Friedensbewegung, Jugend, Politik, Uncategorized | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Pazifismus ist die Versöhnung des Menschen mit sich selbst

Heute am 50. Jahrestag des Aufstandes in Tibet möchte ich einige Gedanken von Dieter Duhm zitieren zum Thema Gewaltfreiheit und Pazifismus. Sie sind die tiefsten, die ich bisher zu diesem Thema finden konnte. Ich widme sie denen, die in der Geschichte der Besatzung Tibets ihr Leben lassen mußten und denen, die überlebt haben und unbeirrt weiter den Weg der Gewaltfreiheit gehen.
“Gewalt ist die Eruption blockierter Lebensenergien. Pazifismus ist nicht die sanfte Beschwichtigung der Gewalt und nicht die Beilegung von Konflikten durch Appelle zum Frieden. Wirklicher Pazifismus ist der radikale und intelligente Selbsteinsatz des Menschen für die Befreiung aller in ihm liegenden Lebensenergien und Schöpferkräfte. Pazifismus ist der fundamentale Kampf gegen jede Art von Unterdrückung der menschlichen Sehnsucht. Pazifismus ist kompromißlose Parteinahme fürs Lebendige. Pazifismus ist Militanz, nicht unbedingt politische Militanz, aber Militanz in der Erringung innerer Wahrhaftigkeit und Freiheit, denn Pazifismus ist die Versöhnung des Menschen mit sich selbst.” (Aus: Dieter Duhm, Aufbruch zur neuen Kultur)

März 10, 2009 Geschrieben von | Uncategorized | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gaza: Es gibt nur noch eine Grenze…

Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Mail von einer Friedensaktivistin aus Israel zur Situation in Gaza, in der stand: “… sie haben Kinder gefunden, die in ihren Häusern kauerten, wahrscheinlich schon tagelang, neben den Körpern ihrer getöteten Eltern. Die Ambulanz war nicht zu ihnen durchgelassen worden, trotz der strengen internationalen Gesetze für einen freie medizinsche Versorgung.”

Ich bitte alle LeserInnen einen Moment innezuhalten, damit die Information auch das Herz erreichen kann.

Weiß man, was ein Kind ist? Bei Nacht? Neben der Leiche seiner Mutter?

Etwas in mir wird sehr ruhig. Ich will keine Petitionen mehr unterschreiben, nicht mehr meditieren und für den Frieden beten. Ich habe nur noch den großen Wunsch zu verstehen. Was heute in Gaza geschieht, geschah gestern in Ruanda, im Kosovo, in Vietnam und kann morgen auch hier in meiner unmittelbaren Nachbarschaft geschehen.

Ich weiß, das Unrecht wird koordiniert und angeordnet im Namen von Regierungen und Militär, von Banken und Konzernen, von Geheimdiensten und Waffenindustrien, aber sie alle könnten nichts ausrichten, wenn es nicht genügend Menschen gäbe, die latent gewaltbereit sind, jederzeit dafür zu gewinnen, die Kriegspläne auch auszufüren.

So bleibt die Frage: Wer ist der Mensch?

Ich möchte dazu einige Sätze zitieren von Dieter Duhm:

“Ich bin der Einsiedler, der aus seiner Höhle kriecht in dem bedächtigen Entschluß, die Welt, in der er von nun an leben möchte, mit unparteilichem Interesse so zu sehen, wie sie wirklich ist. Nichts ist ungeheuerlicher, schauriger, widersprüchlicher und unbegreiflicher als der Mensch, wenn wir aufhören, ihn zu früh zu erklären und unserem embryonalen Begriffsvermögen anzupassen. Es geht nur um das Sehen, nicht um Deutungen und Beurteilungen. Machen wir einen Längsschnitt durch die bisherige Geschichte oder einen Querschnitt durch alles, was jetzt, in diesem Augenblick, auf unserem Planeten unter Menschen (auch zwischen Menschen und Tieren) geschieht, so gibt es für das Sehvermögen des naiven Auges vielleicht nur eine einzige Grenze: die Grenze des Entsetzens.

Der Mensch: das ist das Wesen, das Pyramiden gebaut hat, Städte bis auf das letzte Kind und die letzte Katze ausgelöscht hat, Choräle gesungen und Kathedralen errichtet hat, Andersgläubige auf glühendem Rost gebraten und Andersrassige in Seife verwandelt hat; das Wesen, das aus Liebe gehaßt und aus Frömmigkeit gemordet hat, das Nächstenliebe gepredigt und Napalm produziert hat, das den Frieden liebt und jetzt seinen nuklearen Untergang vorbereitet.

Das Unfaßliche verlangt gebieterisch eine Antwort. Aber hüten wir uns, sie zu schnell zu geben.”

Januar 17, 2009 Geschrieben von | Uncategorized | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weiß man, was Krieg bedeutet?

Kennt man den unsäglichen Schmerz von Menschen, die in Trümmern eingeklemmt, verstümmelt oder verbrannt werden? Dies und nichts anderes ist Krieg.

Die Machtkartelle aus Wirtschaft, Politik und Militär wissen, dass bei ihrer Eroberungspolitik Kinder verbrennen, erfrieren, verhungern werden – und sie tun es. Sie wissen, dass Familien auseinandergerissen und Gemeinschaften zerstört werden – und sie tun es. Sie reden von Frieden, Freiheit und Demokratie und töten die Freiheitskämpfer, die ihren Plänen im Wege stehen. Sie haben eine Welt des Konsums errichtet, die auf der anderen Seite der Erde zu Versklavung, Verzweiflung und Untergang führt. Hinter den Zahlen an den Börsen steht das Leid unzähliger Menschen und Tiere. An den Folgen von Kolonisierung und Globalisierung sterben mehr Menschen als jemals in einem Krieg gestorben sind. Können wir fortfahren, unsere Vorteile zu genießen und unseren Einsatz auf Worte zu beschränken? Wir müssen reale Wege und Mittel finden, die Erde vom Krieg zu befreien.
Wir nehmen indirekt teil am Krieg, weil wir keine Zeit haben zu begreifen, was da eigentlich geschieht. Unsere Kultur ist so eingerichtet, dass niemand Zeit hat zu begreifen, was da eigentlich geschieht. Wir nehmen teil am Krieg, weil wir teilnehmen an einer Zivilisation, die überall den Krieg erzeugt. Der Krieg ist ein Bestandteil unserer Zivilisation, unserer Wirtschaft, unseres Konsums und unserer Vorstellungen vom Leben. Unsere eigene, westliche Gesellschaft lebt von Rüstungsindustrie und Waffenhandel, vom Krieg gegen die Natur, vom Krieg gegen die Dorfgemeinschaften und die Bauern der sog. Dritten Welt, vom Krieg gegen die Liebe, vom Krieg gegen die geistigen Anker und Heimatplätze der menschlichen Gattung. Dieser Krieg fordert seine Opfer in Tschetschenien, Afghanistan oder Irak, in Lateinamerika oder Palästina, aber er fordert seine Opfer auch dort, wo angeblich Frieden und Demokratie herrschen: in den Büros und Fabriken, in den Schulen und Familien, in den Liebesbeziehungen und gescheiterten Ehen, in der Situation heimatloser Jugendlicher, im sexuellen Notstand der Jugend, in den Seilschaften des organisierten Kindesmissbrauchs, wie sie in Belgien (Dutroux) und jetzt in vielen weiteren europäischen Ländern aufgedeckt wurden. Und schließlich in der auswegslosen Situation von Menschen, die im Räderwerk der bestehenden Verhältnisse nicht mehr zurechtkommen.
Und sind nicht auch die Schlachthöfe, die Pelztierfarmen und Tierlabors ein Teil des alltäglichen Krieges? Muss der Fortschritt einer Kultur wirklich mit so maßlos viel Tierleid verbunden sein?
Es gibt eine Lösung. Wir können sie erkennen, wenn wir aus genügendem geistigen Abstand das Ganze betrachten, in dem sich das derzeitige Leben auf der Erde abspielt.”
(Aus dem Buch “Zukunft ohne Krieg” von Dieter Duhm)

Das Buch und die beschriebene Lösung muß bekannt werden; es muß über sie gesprochen werden, immer wieder und an immer mehr Orten in der Welt… bis sich immer mehr Menschen entschließen, sie mit aller Kraft zu verwirklichen. Das ist mein tiefstes Gebet für 2009.

Dezember 31, 2008 Geschrieben von | Basic, Uncategorized | | Hinterlasse einen Kommentar

… wenn sich Wille und Vision in große Höhen bewegen

Gerade komme ich zurück von einer längeren Reise durch die USA, vor allem durch Kalifornien, berührt und überwältigt von der Schönheit dieses Landes und seiner Natur, vom politischen Engagement vieler seiner Einwohner und von existentiellen Gesprächen. Die USA – das war lange Zeit das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und ist es zum Teil immer noch. Wie wird es jetzt weitergehen – dort und überall auf der Welt?

Ich möchte eine Stelle aus dem Buch “Die Heilige Matrix” (link auf amzon.de) von Dieter Duhm zitieren:

“Wir Menschen besitzen die Intelligenz, computergesteuerte Waffen zu bauen und Weltraumstationen zu errichten. Wir sind dabei, winzige U-Boote durch Arterien zu schicken und mit Nano-Kanonen molekulare Informationen in krankes Gewebe zu schießen. Dies alles ist kein Science Fiction mehr. Es offenbart uns die großen Möglichkeiten, vor denen wir stehen, wenn sich Wille und Vision in solche Höhen bewegen. Es ist eine Frage von Vision und Wille, ob wir in der Lage sind, denselben Einsatz von Intelligenz und Erfolgsbereitschaft auch im menschlichen Bereich aufzubringen und für unser Leben auf der Erde eine neue Ordnung zu finden, die mit den ursprünglichen Ordnungen des Lebens und des Universums nicht mehr kollidiert, sondern zusammenschwingt.

Wir verfügen, wenn wir wollen, über die Möglichkeit, aus den Verpuppungen und Panzerungen der Angst auszusteigen und für unser weiteres Dasein die heilige Matrix zu wählen. Dies ist keine Sisyphusarbeit, denn die heilige Matrix ist als Blaupause bereits vorhanden. Wir verwirklichen sie, indem wir sie sehen, wahrnehmen und annehmen. Es ist ein tiefer Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Verwirklichung: “realize” heißt das Wort im Englischen. Durch die Wahrnehmung werden latente Möglichkeiten in die Wirklichkeit gerufen.”

November 18, 2008 Geschrieben von | Uncategorized | , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mit wenig Menschen vieles bewirken

Es häufen sich in letzter Zeit Meldungen, daß die USA doch noch oder immer noch den Krieg gegen den Iran vorbereiten. Von August 2008 ist nun die Rede.

Statt eines eigenen Kommentars dazu möchte ich ein Zitat vorstellen aus dem Buch “GRACE. Pilgerschaft für eine Zukunft ohne Krieg” von Sabine Lichtenfels. Angesichts der damaligen Kriegsdrohung gegen den Iran im Jahr 2005 traf die Autorin eine Entscheidung, die “…über alles hinausging, was sie bis dahin getan hatte”. Ihre Worte sind aktueller als je zuvor:

“Die Vorstellung, bei einem nächsten Krieg tatenlos zusehen zu müssen, ließ mir keine Ruhe mehr. Wie besessen suchte mein Geist nach Ruhe, nach Schutz, nach Perspektive. Ich studierte in Kunstbüchern, bei Klee, bei Kandinsky, Käthe Kollwitz. Sie alle waren Zeugen eines Krieges, einer auswegslosen politischen Situation gewesen und hatten ihren Ausweg in der Kunst gesucht und auch in der Gemeinschaft. Aber ich fand keinen wirklichen Trost. (…)
Was für Gründe für Hoffnung hast du? Unsere Geschichte, auf die das westliche Abendland stolz ist, ist eine einzige Kriegsgeschichte. Ich höre die Worte des typischen Patriarchen, der lächelnd sagt: Krieg ist ein Naturgesetz, und es wird ihn immer geben. So hat mein Vater gesprochen, obwohl er selbst überzeugter Pazifist war, so schreibt ein Teilhard de Chardin, der Jesuitenpater, der in voller Aufrichtigkeit den Weg mit Gott suchte, so predigten unsere Pfarrer, und so lehrten es uns die meisten Lehrbücher. Und die Matriarchate, in denen unsere weibliche Seele ihre Heimat und Beruhigung sucht, haben keine Beweise, dass es jemals Frieden auf der Erde gab. Es gibt keine Beweise für eine gewaltfreie Kultur, es gibt nur die Sehnsucht, den unbändigen Hunger nach einer besseren Welt, solange wir es noch wagen, uns diesen Hunger einzugestehen.
Wie kann ich die Menschen verstehen, die lieber abstumpfen, gleichgültig werden, als da noch hinschauen zu wollen! Erwachsen werden heißt, sich in die gegebene Wirklichkeit einfügen. Es braucht eine große Kraft, um nicht in diesem Sinn „erwachsen“ zu werden.
Ich kann nicht erwachsen werden. Ich habe Freunde in Israel und Palästina, in Afrika, in Indien und Kolumbien. Je näher mir die Welt der Unterdrückten kommt, desto empörter wird mein Aufschrei gegen die Welt der Reichen, der Behüteten, gegen die Welt, aus der auch ich komme. Aber auch in diesem Aufschrei gegen etwas finde ich keinen Trost.
Ich suche in der Friedensbewegung nach kraftgebender Literatur für den Ring der Kraft, ein von mir gegründetes spirituell-politisch ausgerichtetes Netzwerk für den Frieden. Ich will mit den Texten, die ich versende, auch in der Friedensbewegung daran erinnern, dass die Welt Dinge wie Schönheit, Sanftheit, wie Glück und Musik besitzt. Wenn man nicht fähig ist, Schönheit zu schaffen, wofür kämpft man dann?
Eine Revolution, die einen Ausweg aus der Sackgasse entwickeln möchte, muss begleitet sein von dem Aufbau einer positiven Alternative; sie muss sich die Mühe machen, die inneren psychologischen Vorgänge von uns Menschen einzubeziehen, um auf die inneren Fragen eine wirkliche Antwort bieten zu können. Eine Ursache für den Krieg liegt in den falsch kanalisierten Sehnsüchten und Lebensenergien des Menschen. Oder glauben wir ernsthaft daran, dass junge Soldaten, die für den Krieg bereitstehen, wirklich den Befehlen gehorchen würden, wenn sie eine andere Perspektive hätten für ihre Kraft, ihren Mut, ihre Sehnsucht nach Abenteuer und Gemeinschaft? Wenn sie von anderen archetypischen Seelenbildern geleitet würden als den Heldenbildern der patriarchalen Kulturen? Könnte es überhaupt eine militärische Welt geben, die auf Befehl und Gehorsam basiert, wenn die Menschen es gelernt hätten, ihrer Sehnsucht in der Liebe zu folgen und dabei ihre eigene Quelle zu finden? Es ist der nicht erfüllte Hunger nach Gemeinschaft, nach Liebe und Religion, der uns in den kollektiven Wahnsinn getrieben hat.
Wenn wir wüssten, wie die Sehnsucht in der Liebe, wie die Hoffnung nach Vertrauen und Gemeinschaft, wie der Überschuss an Vitalität und Lebenskraft, wie die gewaltige Macht der Sexualität in unser Leben zu integrieren wären, anstatt sie zu unterdrücken, es gäbe längst keinen Krieg mehr.
Ich war jetzt oft genug in Israel/Palästina und konnte es immer wieder studieren: Viele Palästinenser, die Zeuge von israelischen Angriffen wurden, wollen Rache. Das ist nur allzu menschlich, wenn man sieht, mit welchen Methoden der Staat Israel gegen Palästina vorgeht. Ebenso geht es den Israelis, die bei einem Selbstmordattentat einen nahen Freund verloren haben, ein Kind, einen Mann oder eine Frau, die sich ständig bedroht fühlen von der radikalen Hamas, von den Selbstmordattentätern, deren rasendes Rachebedürfnis vor nichts mehr halt macht. Man muss einmal vor Ort gewesen sein, um sich ein Bild machen zu können, mit welchem Gefühl ein Israeli einen Bus besteigt, in ein Kaufhaus geht oder in ein Restaurant. Ganz Israel steht unter einem kollektiven Ghetto der Angst, die oft sehr alltäglich und unbewusst geworden ist. Wo Angst zum Alltag geworden ist, greift der Ruf nach Gewalt umso leichter. Unsere Friedensbotschaften werden wenig fruchten, solange wir nicht wissen, wie es Männern oder Frauen ergeht, denen soeben vom feindlichen Nachbarn ihr Kind erschossen wurde, ihr Land geraubt, die Frau vergewaltigt, der Mann umgebracht. Da brüllt nur noch eine Stimme in den Verletzten: Ich will Rache! Da hat niemand die Frage: Worin besteht jetzt die Entscheidung für die Liebe? Da fragt kaum jemand nach den politischen Hintergründen, da hat niemand die Kraft und die Ruhe, um nach wirklichen Lösungen Ausschau halten zu können.
Aber wir, die wir international beteiligt sind, die wir aus der Ferne mit Entsetzen zuschauen, wir müssen uns fragen: Durch was bekommt die Friedensbewegung Macht? Wie verwandelt sich die aufkommende Ohnmacht in eine Quelle des Glaubens und der Macht? Vor der Lösung dieser Thematik steht jeder, der sich ernsthaft mit der Frage auseinandersetzt: Ist diese Erde noch zu retten?
Ein großer Teil der Bevölkerung würde auf die Frage: „Wollen Sie Krieg oder Frieden?“ antworten: „Wir wollen Frieden, aber was können wir allein schon tun?“ Wenn man alle diese Menschen in einer Initiative zusammenführen könnte, die verbunden ist mit einem Wissen und einer Vision, die mehr Macht in sich trägt als die Globalisierung der Gewalt, so könnte dies einen entscheidenden Drehpunkt in der Friedensarbeit ergeben. Um es etwas paradox zu sagen: Ohnmacht ist eine der gewaltigsten latenten Machtpotentiale. Wenn das weltweit verbreitete Gefühl der Ohnmacht transformiert würde in eine Handlungskraft des Friedens, wenn sie verwandelt würde in ein Wissen und ihr Ziel kennen würde, hätte die Friedensbewegung es leicht.
Es ist offensichtlich, dass das internationale Machtsystem gezielt mit der Ohnmacht arbeitet, um die Menschen regierbar zu machen und sie zum Schweigen zu bringen, so dass immer mehr Gräueltaten weltweit geduldet werden, ohne dass sich noch jemand wehrt.
Hier muss die Drehung vollzogen werden. Der gewaltigen Realität des Krieges setzen wir einen gewaltigen Traum entgegen. Unsere Kraftquelle besteht in dem Mut, den Träumen treu zu bleiben und ihnen die Macht und das Wissen zur Verwirklichung zu geben. Wir träumen den Traum einer großen Bewegung: Der Bewegung für eine freie Erde.
Diese Bewegung hat die Aufgabe, glaubhafte Alternativen aufzuzeigen; sie hat die Aufgabe, eine kraftvolle, lebensfreudige und gewaltfreie Revolution einzuleiten, die allen eine Perspektive gibt und Möglichkeiten aufzeigt, wie wir das globale System der Gewalt verlassen können. Austreten aus dem System der Mittäterschaft, einsteigen in ein System des Friedens. Dies verlangt eine Umstellung aller Lebensgewohnheiten, dies verlangt eine tiefe persönliche Entscheidung, eine soziale Revolution und eine globale Alternative.
Die Entscheidung in mir bahnte sich an. Ich wollte einen Schritt tun, einen Schritt, der über alles, was ich bisher getan habe, hinausging. Ich glaube fest daran, dass wir mit wenig Menschen vieles bewirken können, wenn wir ernsthaft genug nach neuen Lösungen Ausschau halten.”

Ich hoffe, daß diese Worte die “wenigen” Menschen erreichen, mit denen wir vieles bewirken können. Ich danke für Kommentare!

Mai 29, 2008 Geschrieben von | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Die grenzenlosen Möglichkeiten des Menschen

zok-dt-web.jpgDas Thema dieses Blogs ist das Buch „Zukunft ohne Krieg“ von Dieter Duhm, das ich in verschiedenen Auszügen, Textabschnitten und Gedankenschritten vorstellen will, um MitdenkerInnen zu gewinnen für die Verwirklichung des hier vorgeschlagenen Friedensplans.

Als Einführung in die Gedanken des Buches möchte ich eine persönliche Geschichte erzählen:

Vor einiger Zeit traf ich mich mit einigen Frauen zu einem Gespräch. In der hereinbrechenden Dämmerung erzählt uns Luz Marina aus Kolumbien ihre Geschichte. Sie ist zum ersten Mal in Europa, kann weder lesen noch schreiben, ist eine Campesina, eine Bäuerin, 50 Jahre alt. Mit 16 wurde sie beinahe umgebracht. Die Machete verfehlt nur um wenige Zentimeter ihren Kopf, trifft ihren linken Daumen, der dabei fast durchtrennt wurde. Ihr Mann und ihr ältester Sohn wurden vor einigen Jahren ermordet. Seitdem sorgt sie allein für sich und ihre sechs Kinder. Die Bauern sind so etwas wie „Freiwild“ für die bewaffneten Gruppen, Militär, Polizei, Paramilitär, Guerilla oder „einfache“ Kriminelle, die in dieser Gegend umher streifen und keiner moralischen Instanz, keinem Gesetz oder Rechtsstaat untergeordnet sind. Über 150 Menschen aus ihrem Dorf wurden in den letzten Jahren ermordet, zum Teil auf sehr grausame Art und Weise.
Doch Luz Marina kann nicht weggehen. Wohin auch? Die Situation ist überall gleich schlimm; hier hat sie zumindest noch ein kleines Stück Boden, auf dem sie das Nötigste zum Überleben anbauen kann.
Das Schicksal von Luz Marina ist das Schicksal von Millionen von Menschen, die heute auf der Erde leben. Wohin sollen sie gehen?
Das Buch „Zukunft ohne Krieg“ ist in Anbetracht dieser Schicksale geschrieben. Es will Menschen retten. Deswegen mutet es den Lesern und Leserinnen zu, im Zeitalter kurzlebiger Werbespots eine Theorie zu studieren. Satz für Satz. Gedanke für Gedanke. Es ist die Logik einer wirksamen Hilfe für die Welt. Wer ihr folgt, versteht, warum und wie die Erde heilbar ist.
Das Buch zeigt die grenzenlosen Möglichkeiten auf, die uns Menschen zur Verfügung stehen, wenn wir neue geistige Ressourcen erschließen.
Was hier gelehrt wird, ist das Wissen einer neuen Zeit. Es ist das Wissen darüber, dass wir nicht länger trennen dürfen zwischen Theorie und Erfahrung, zwischen einer objektiven Welt „da draußen“ und einer subjektiven „in uns“. Auch nicht mehr zwischen denen, die in Krisengebieten leben und uns, die wir ein Dach über dem Kopf und einen vollen Kühlschrank haben. Wir alle gehören zu ein und derselben Familie des Lebens. Wir alle leiden an ein und derselben Krankheit. Unsere Heilung, Hilfe für die Dritte Welt, Rettung der Natur sind Aspekte ein und desselben Vorgangs, den wir verstehen können und verstehen müssen, wenn wir ihn in die gewünschte Friedensrichtung lenken wollen.

März 12, 2008 Geschrieben von | Uncategorized | , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wie können Menschen richtig zusammen leben?

Im Internet habe ich neulich folgende Aussage gefunden:

Even if we spent as much money on space exploration as we do on war, funding a mission to Mars would not solve any of our problems. (Annalee Newitz)

Die Menschheit plant Unterwasserhabitate, den Bau riesiger Ökostädte, die Besiedlung eines anderen Planeten. Die Frage bleibt: Würde das ihr Problem lösen? Hat sich ihr Problem gelöst, als sie die letzte paradiesische Südseeinsel besiedelt haben?

“Wie können Menschen richtig zusammen leben? Das ist die tiefste Frage unserer Zeit. Trotz allen notwendigen Arbeiten im ökologischen, technologischen und strategischen Bereich kommen wir immer wieder auf dieses Ziel zurück. Das Krisengebiet unserer Zeit ist die Beziehung zwischen Menschen. In diesem Zusammenhang möchte ich einen Satz von Eugen Drewermann zitieren: „Die menschliche Not ist international, sie kennt und erlaubt keine Grenzen. Das menschliche Leid ist an jedem Ort der Erde länderüberschreitend groß. Im Grunde kann man nicht sagen: Israel liegt hier und Kanaan liegt dort.“ Es ist Aufgabe und Ziel unserer Heilungsarbeit, diese Not weltweit zu sehen, zu verstehen und zu beenden.” (Dieter Duhm)

März 10, 2008 Geschrieben von | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Das zentrale Krisengebiet

“Wir kennen die Probleme von Hunger und Krieg, Kriminalität und Gewalt, Umweltzerstörung und drohender Klimakatastrophe. Aber das zentrale Krisengebiet unserer Zeit ist die Beziehung unter Menschen. Ein futurologisches Projekt muß dafür sorgen, daß hier eine tiefe Wandlung in Richtung Heilung und Vertrauen geschehen kann.

Die in den derzeitigen Zukunftsentwürfen geplanten Megastädte und Cyberwelten können keinen Frieden bringen. Die Menschheit wird nicht satt und nicht heil durch technologische Wunderwerke (so wichtig sie manchmal sind), auch nicht durch die bestgemeinten Projekte für Ökologie, gesunde Ernährung und autarke Energieversorgung. So faszinierend und unverzichtbar die neuen technologischen Möglichkeiten sind, so sehr bedürfen sie einer neuen menschlichen und sozialen Struktur, damit Humanität entstehen kann.” (Dieter Duhm) (ganzer Text…)

Februar 26, 2008 Geschrieben von | Uncategorized | 2 Kommentare

   

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