Weiß man, was Krieg bedeutet?
Kennt man den unsäglichen Schmerz von Menschen, die in Trümmern eingeklemmt, verstümmelt oder verbrannt werden? Dies und nichts anderes ist Krieg.
Die Machtkartelle aus Wirtschaft, Politik und Militär wissen, dass bei ihrer Eroberungspolitik Kinder verbrennen, erfrieren, verhungern werden – und sie tun es. Sie wissen, dass Familien auseinandergerissen und Gemeinschaften zerstört werden – und sie tun es. Sie reden von Frieden, Freiheit und Demokratie und töten die Freiheitskämpfer, die ihren Plänen im Wege stehen. Sie haben eine Welt des Konsums errichtet, die auf der anderen Seite der Erde zu Versklavung, Verzweiflung und Untergang führt. Hinter den Zahlen an den Börsen steht das Leid unzähliger Menschen und Tiere. An den Folgen von Kolonisierung und Globalisierung sterben mehr Menschen als jemals in einem Krieg gestorben sind. Können wir fortfahren, unsere Vorteile zu genießen und unseren Einsatz auf Worte zu beschränken? Wir müssen reale Wege und Mittel finden, die Erde vom Krieg zu befreien.
Wir nehmen indirekt teil am Krieg, weil wir keine Zeit haben zu begreifen, was da eigentlich geschieht. Unsere Kultur ist so eingerichtet, dass niemand Zeit hat zu begreifen, was da eigentlich geschieht. Wir nehmen teil am Krieg, weil wir teilnehmen an einer Zivilisation, die überall den Krieg erzeugt. Der Krieg ist ein Bestandteil unserer Zivilisation, unserer Wirtschaft, unseres Konsums und unserer Vorstellungen vom Leben. Unsere eigene, westliche Gesellschaft lebt von Rüstungsindustrie und Waffenhandel, vom Krieg gegen die Natur, vom Krieg gegen die Dorfgemeinschaften und die Bauern der sog. Dritten Welt, vom Krieg gegen die Liebe, vom Krieg gegen die geistigen Anker und Heimatplätze der menschlichen Gattung. Dieser Krieg fordert seine Opfer in Tschetschenien, Afghanistan oder Irak, in Lateinamerika oder Palästina, aber er fordert seine Opfer auch dort, wo angeblich Frieden und Demokratie herrschen: in den Büros und Fabriken, in den Schulen und Familien, in den Liebesbeziehungen und gescheiterten Ehen, in der Situation heimatloser Jugendlicher, im sexuellen Notstand der Jugend, in den Seilschaften des organisierten Kindesmissbrauchs, wie sie in Belgien (Dutroux) und jetzt in vielen weiteren europäischen Ländern aufgedeckt wurden. Und schließlich in der auswegslosen Situation von Menschen, die im Räderwerk der bestehenden Verhältnisse nicht mehr zurechtkommen.
Und sind nicht auch die Schlachthöfe, die Pelztierfarmen und Tierlabors ein Teil des alltäglichen Krieges? Muss der Fortschritt einer Kultur wirklich mit so maßlos viel Tierleid verbunden sein?
Es gibt eine Lösung. Wir können sie erkennen, wenn wir aus genügendem geistigen Abstand das Ganze betrachten, in dem sich das derzeitige Leben auf der Erde abspielt.”
(Aus dem Buch “Zukunft ohne Krieg” von Dieter Duhm)
Das Buch und die beschriebene Lösung muß bekannt werden; es muß über sie gesprochen werden, immer wieder und an immer mehr Orten in der Welt… bis sich immer mehr Menschen entschließen, sie mit aller Kraft zu verwirklichen. Das ist mein tiefstes Gebet für 2009.
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