Projekt „Zukunft ohne Krieg“

Ein globales Unternehmen, die Erde von Gewalt und Krieg zu befreien.

Den Krieg da beenden, wo er täglich neu erzeugt wird

Der Spiegel Nr. 11 zitiert in seinem Titelthema „Die Täter. Warum so viele Deutsche zu Mördern wurden“, einen der führenden Täter-Forscher: „Keine Alterskohorte, kein soziales und ethnisches Herkunftsmilieu, keine Konfession, keine Bildungsschicht erwies sich gegenüber der terroristischen Versuchung als resistent.“

Und folgert daraus: Und so gibt es auch nicht den einen Grund dafür, dass ganz normale Männer Frauen und Kindern ins Genick schossen.

Ist das wirklich die einzig mögliche Schlussfolgerung? Haben Menschen aller Alterstufen, aller Konfessionen, aller Bildungsschichten, aller sozialen und kulturellen Herkünfte wirklich nichts, was ihnen gemeinsam wäre?
Gerade weil diese latente Gewaltbereitschaft „ganz normal“ ist, gerade weil sie jederzeit durch geeignete gesellschaftliche Bedingungen wachgerufen werden kann, gerade deswegen müssen wir weiterfragen: Woher kommt die Gewalt? Wie entsteht sie? Wieso sind wir alle von ihr betroffen? Und wie können wir sie überwinden?

In seinem Buch „Zukunft ohne Krieg“ schreibt Dieter Duhm: „Wenn wir den Krieg beenden wollen, müssen wie ihn da beenden, wo er tagtäglich neu gezeugt und neu geboren wird: in unseren alltäglichen Lebensverhältnissen, im Dauerstreß unterdrückter Sehnsüchte, in Schulen und Familien, in den Tragödien der Liebe, in unseren Vorstellungen von Mannsein, Frausein, von Sex und Besitz, in den viel zu engen Käfigen unseres beruflichen, sozialen und sinnlichen Lebens.“

März 18, 2008 - Verfasst von monikaberghoff | Basic | , , , , , , , | Noch keine Kommentare

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